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Qualitätsweine aus Albanien und Kosovo

Nach langer Gastronomieerfahrung und seit 2012 erfolgreicher Restaurantbetreiber haben wir beschlossen unser Angebot zu erweitern und zusätzlich Weine anzubieten. Uns ist bewusst, dass es bereits einen breiten und qualitativ guten Weinmarkt gibt in der Schweiz. Deshalb legen wir unseren Fokus - aufgrund unserer Wurzeln – auf albanische und kosovarische Weine. Diese beiden Länder liegen geografisch gesehen auf denselben Breitengraden wie Spanien und Italien, wo bekanntlicherweise Spitzenweine produziert werden. Bei diversen Besuchen auf Weinguten in Albanien und dem Kosovo hat uns auch die Qualität dieser Weine begeistert. Und diese Begeisterung spornte uns an die Weine auch in der Schweiz zu vermarkten.

Mit Alvinum, SHE-wine GmbH und Kosova-Wine haben wir beschlossen, albanische und kosovoarische Weine zu etablieren. Gelingen soll dies in erster Linie nicht durch günstige Preise, sondern die Qualität der Weine soll überzeugen.

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Weingeschichte

Artikel aus ARD 1 Wien|Südosteuropa (24.04.2017)

Der Kosovo und seine Weine

Nicht nur 'Amselfelder'

Die Weinkultur im Kosovo geht bis in die Antike zurück. Zeichen für eine erste Verarbeitung von Trauben und Traubenweinen kann man aus den eingravierten Abbildungen auf den Stelae-Grabsteinen ablesen. Ein solcher Grabstein eines illyrischen Kriegers wurde in der Nähe von Rahaovec gefunden und stammt aus dem Jahre 28 v. Chr

>Artikel aus ARD 1 Wien|Südosteuropa (24.04.2017)

Auf dem Grabstein eines illyrischen Kriegers (28 v.Ch.), der in der Nähe von Rahovec gefunden wurde sind Traube und Weinreibe deutlich zu erkennen. Ein Anzeichen für die über 2000 Jahre alt Weinkultur in Kosovo. Foto: BR | Sahit Kokolli

Das ist längst vergangene Geschichte. Weitaus lebendiger ist in Deutschland die Erinnerung an den ‚Amselfelder‘, den süffigen Rotwein, der in den 70er Jahren in Deutschland in keinem Haushalt fehlen durfte – es sei denn man war wirklich ein Weinkenner und -liebhaber. Die Weinverarbeitung im Kosovo hatte ihren Höhepunkt in den 80er Jahren mit mehr als 9.000 Hektar Weinbergen und einem Export im Jahre 1989 von 40 Millionen Litern: alles nur für den deutschen Markt.

Der „Amselfelder“, eine Mischung der Traubensorten Pinot Noir und Gamay, wurde in den Weinkellereien von Rahovec hergestellt. Fast alle kosovarischen Weinexporte beschränkten sich auf diese eine Sorte, den „Amselfelder“, der damit ein für den deutschen Markt bestimmtes Produkt war. Er wurde ein riesiger Erfolg im Bereich der Billigweine. Leider brach auf der Höhe dieser Erfolgsgeschichte der Krieg in Ex-Jugoslawien aus, der Export wurde gestoppt. Die meisten Weinberge wurden in den 90ern verlassen und waren bis Kriegsende fast vollständig zerstört.

Es schien schier unmöglich, den deutschen Markt zurückzugewinnen, da der „Amselfelder“ ein ganzes Jahrzehnt lang nicht verfügbar gewesen war und durch ähnliche Weine aus Spanien ersetzt worden war.

Der Amselfelder geriet dann doch in Vergessenheit, ebenso wie die Geschehnisse zu Zeiten der osmanischen Herrschaft. Im Mittelalter stellte man den Wein für die orthodoxen Kloster in Hilandar und Deçani her, bis das Land von den Ottomanen besetzt wurde und die Weinproduktion verboten wurde. In 500 Jahren osmanischer Herrschaft im Kosovo konvertierte der größte Teil der Bevölkerung vom Christentum zum Islam. Heute sind mehr als 90 % der Einwohner Sunniten, weniger als 10 % sind serbisch-orthodox oder katholisch.

Aber selbst zu Zeiten strengster osmanischer Herrschaft machten die Menschen weiterhin Wein, wenn auch heimlich. Und man nahm nach dem Fall der türkischen Herrschaft diese Tradition wieder auf.

Den Mittelpunkt der industriellen Weinherstellung bildete Rahovec. Das Unternehmen war einst mit einer Kapazität von 50 Millionen Litern Wein pro Jahr der zweitgrößte Weinkeller der Welt, den ersten Platz hat ein kalifornisches Unternehmen inne.

Auch heute ist Rahovec immer noch das Zentrum der kosovarischen Weinpruduktion – und gleichzeitig das Zentrum des muslimischen Sufi-Ordens Halveti. Ihr geistiger Führer, Scheich Muhedin, ein bekannter albanischer Patriot, wurde 1998 im Krieg von den serbischen Streitkräften getötet.

Die Albaner verstehen sich als Teil Europas und im Hinblick auf die Tatsache, dass erst im späten 17. Jahrhundert vom Christentum zum Islam konvertierten, hat sich bei der Bevölkerung tiefe Gläubigkeit nie wirklich ausbreiten können. Obwohl die Kosovaren in der Mehrzahl Muslime sind, praktiziert nur ein Zehntel der Bevölkerung diese Religion. Der Konsum von Alkohol ist im Islam verboten, trotzdem wird er überall im Kosovo in großen Mengen getrunken. Präsident Rugova sagte einmal, die Kosovaren seien liberale Muslime, sogar eher symbolische, die zweifellos der westlichen Kultur und Tradition angehörten.

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